Allgemeine Geschäftsbedingungen und Auftragsverarbeitungsvertrag
Stand: Juni 2026
Diese Bedingungen gliedern sich in zwei Teile: Teil A enthält die Allgemeinen Geschäftsbedingungen, Teil B den Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO. Beide Teile sind Bestandteil des Vertrags zwischen der LM Websolution UG (haftungsbeschränkt) und ihren Kunden, soweit keine ausdrücklich abweichende individuelle Vereinbarung getroffen wurde.
Anbieter
LM Websolution UG (haftungsbeschränkt)
Vertreten durch den Geschäftsführer Herrn Moritz Otto
Schulstr. 52
82166 Gräfelfing
Deutschland
Handelsregister: HRB 311998
Registergericht: Amtsgericht München
USt-IdNr.: DE462409784
E-Mail: info@websolution-lm.com
Teil A – Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Die nachfolgenden Regelungen gelten für sämtliche Leistungen von LM Websolution im Zusammenhang mit Website-Abos, Webdesign, Hosting, Wartung, Support und damit verbundenen digitalen Dienstleistungen.
§ 1 Geltungsbereich
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für sämtliche Verträge zwischen der LM Websolution UG (haftungsbeschränkt), nachfolgend „Anbieter“, und ihren Kunden.
Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.
Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen des Kunden werden nicht Vertragsbestandteil, es sei denn, ihrer Geltung wird ausdrücklich in Textform zugestimmt.
§ 2 Vertragsgegenstand
Gegenstand des Vertrags ist die Erstellung, Bereitstellung und Vermietung von Webseiten im Rahmen eines laufenden Abonnementvertrags. Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus dem jeweiligen Angebot, dem gebuchten Tarif oder einer individuellen Vereinbarung.
Die Leistungen können insbesondere umfassen:
- Erstellung von Webseiten
- Hosting und technische Bereitstellung
- Wartung und Sicherheitsupdates
- Technischen Support
- Kontaktformulare
- Suchmaschinenoptimierung (SEO)
- Einbindung von Drittanbieterdiensten
Nicht ausdrücklich vereinbarte Leistungen sind nicht Bestandteil des Vertrags und können gesondert angeboten oder berechnet werden.
§ 3 Vertragsschluss
Ein Vertrag kommt durch Annahme eines Angebots in Textform, durch die Annahme des Kundenangebots durch den Anbieter oder durch Nutzung eines bereitgestellten Zahlungs- bzw. Bestelllinks zustande.
Der Anbieter ist berechtigt, Anfragen ohne Angabe von Gründen abzulehnen.
§ 4 Laufzeit und Kündigung
Die Mindestvertragslaufzeit beträgt 12 Monate, sofern im jeweiligen Angebot oder Vertrag keine abweichende Laufzeit vereinbart wurde.
Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit läuft der Vertrag auf unbestimmte Zeit weiter.
Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit kann der Vertrag von beiden Parteien mit einer Frist von drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden.
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt. Kündigungen bedürfen der Textform, zum Beispiel per E-Mail.
§ 5 Vergütung
Die Vergütung richtet sich nach dem jeweils vereinbarten Tarif oder Angebot. Sämtliche Preise verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
Aktuelle Standardtarife für Website-Abos:
- Essential: 59,00 EUR netto monatlich
- Professional: 149,00 EUR netto monatlich
- Enterprise: 249,00 EUR netto monatlich
Die Vergütung ist monatlich im Voraus fällig, sofern keine abweichende Zahlungsweise vereinbart wurde. Einmalige Leistungen, Zusatzleistungen oder Kosten Dritter können separat berechnet werden.
§ 6 Zahlungsabwicklung
Die Zahlungsabwicklung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe (Stripe Payments Europe, Ltd.). Zulässige Zahlungsmethoden sind insbesondere SEPA-Lastschrift und Kreditkarte, soweit diese im konkreten Zahlungsvorgang angeboten werden.
Der Kunde verpflichtet sich, korrekte Zahlungsdaten anzugeben, diese bei Änderungen aktuell zu halten und die erforderliche Deckung sicherzustellen. Für die Nutzung der Zahlungsfunktionen können ergänzende Bedingungen und Datenschutzhinweise von Stripe gelten.
§ 7 Zahlungsverzug
Gerät der Kunde mit mehr als 14 Kalendertagen in Zahlungsverzug, ist der Anbieter nach vorheriger Mahnung berechtigt, die Website vorübergehend zu deaktivieren oder Leistungen zurückzuhalten.
Die Verpflichtung zur Zahlung der vereinbarten Vergütung bleibt hiervon unberührt. Weitere gesetzliche Ansprüche bleiben vorbehalten.
§ 8 Abnahme
Nach Fertigstellung erhält der Kunde die Website zur Prüfung. Der Kunde hat sieben Kalendertage Zeit, wesentliche Mängel in Textform mitzuteilen.
Erfolgt innerhalb dieser Frist keine Beanstandung, gilt die Website als abgenommen. Unerhebliche Abweichungen stellen keinen Mangel dar. Nach erfolgter Abnahme gelten weitere Änderungswünsche als zusätzliche Leistungen.
§ 9 Änderungswünsche
Im vereinbarten Preis sind bis zu zwei Korrekturrunden während der Erstellungsphase enthalten, sofern kein anderer Umfang vereinbart wurde.
Weitere Änderungen können gesondert berechnet werden. Der Anbieter wird den Kunden vor Durchführung kostenpflichtiger Zusatzleistungen informieren.
§ 10 Nutzungsrechte
Der Kunde erhält für die Dauer des Vertrags ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an der bereitgestellten Website im vertraglich vereinbarten Umfang.
Sämtliche Urheberrechte, Quellcodes, Templates, Designs, Grafiken und sonstige Entwicklungsleistungen verbleiben beim Anbieter, sofern nicht ausdrücklich etwas anderes in Textform vereinbart wurde.
Eine Weitergabe, Vervielfältigung oder Nutzung außerhalb des vertragsgemäßen Gebrauchs ist unzulässig. Der Kunde versichert, dass von ihm bereitgestellte Inhalte, Bilder, Logos, Marken, Texte und sonstige Materialien rechtmäßig genutzt werden dürfen und keine Rechte Dritter verletzen.
§ 11 Domainregelung
Vom Anbieter registrierte Domains werden im Namen und auf Rechnung des Anbieters geführt, sofern keine abweichende Vereinbarung getroffen wurde. Die Domain verbleibt im Eigentums- und Verwaltungsbereich des Anbieters.
Mit Vertragsende endet das Nutzungsrecht des Kunden an der Domain. Der Anbieter ist berechtigt, die Domain nach Vertragsende freizugeben, zu löschen oder anderweitig zu verwenden.
Eine Übertragung der Domain auf den Kunden erfolgt ausschließlich aufgrund einer gesonderten Vereinbarung in Textform.
§ 12 Erwerb der Website
Nach Ablauf der Mindestvertragslaufzeit kann der Kunde den Erwerb der Website anfragen.
Über Umfang, Preis und Nutzungsrechte wird individuell verhandelt. Ein Anspruch auf Erwerb besteht nicht.
§ 13 Mitwirkungspflichten des Kunden
Der Kunde verpflichtet sich, erforderliche Inhalte rechtzeitig bereitzustellen, keine rechtswidrigen Inhalte zu verwenden, Zugangsdaten vertraulich zu behandeln und notwendige Freigaben rechtzeitig zu erteilen.
Verzögerungen aufgrund fehlender Mitwirkung, verspäteter Rückmeldungen oder unvollständiger Inhalte verlängern vereinbarte Fristen entsprechend.
§ 14 Support
Supportanfragen können per E-Mail an info@websolution-lm.com gestellt werden.
Supportzeiten sind Montag bis Freitag von 09:00 Uhr bis 17:00 Uhr, ausgenommen gesetzliche Feiertage in Bayern.
Der Anbieter bemüht sich um eine erste Rückmeldung innerhalb von zwei Werktagen. Ein Anspruch auf bestimmte Reaktions- oder Lösungszeiten besteht nicht, sofern diese nicht ausdrücklich vereinbart wurden.
§ 15 Referenznutzung
Der Anbieter ist berechtigt, den Namen des Kunden, dessen Logo sowie Screenshots der erstellten Website zu Referenz- und Marketingzwecken zu verwenden, sofern der Kunde dem nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 16 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei der Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit.
Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf. In diesem Fall ist die Haftung auf den vertragstypisch vorhersehbaren Schaden begrenzt.
Soweit gesetzlich zulässig, ist die Gesamthaftung des Anbieters auf die Summe der in den letzten zwölf Monaten vom Kunden gezahlten Vergütung begrenzt. Die Haftung für entgangenen Gewinn, mittelbare Schäden und Folgeschäden ist ausgeschlossen, soweit gesetzlich zulässig. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 17 Datenschutz
Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt nach den Bestimmungen der DSGVO sowie den geltenden Datenschutzgesetzen.
Soweit der Anbieter im Auftrag des Kunden personenbezogene Daten verarbeitet, gilt ergänzend der in Teil B dieses Dokuments enthaltene Auftragsverarbeitungsvertrag gemäß Art. 28 DSGVO.
§ 18 Schlussbestimmungen
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts.
Gerichtsstand ist, soweit gesetzlich zulässig, München.
Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Teil B – Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO
Dieser Auftragsverarbeitungsvertrag wird geschlossen zwischen der LM Websolution UG (haftungsbeschränkt), Schulstr. 52, 82166 Gräfelfing, HRB 311998 – Amtsgericht München, USt-IdNr.: DE462409784, vertreten durch Herrn Moritz Otto, nachfolgend „Auftragsverarbeiter“, und dem jeweiligen Kunden, nachfolgend „Verantwortlicher“.
Dieser Auftragsverarbeitungsvertrag ist Bestandteil des zwischen den Parteien geschlossenen Hauptvertrags. In datenschutzrechtlichen Fragen gehen die Regelungen dieses Teils B vor.
§ 1 AVV – Gegenstand und Dauer
Gegenstand der Verarbeitung ist die technische Bereitstellung, Wartung und Betreuung der Website des Verantwortlichen.
Die Verarbeitung erfolgt für die Dauer des zugrunde liegenden Hauptvertrags.
§ 2 AVV – Art und Zweck der Verarbeitung
Die Verarbeitung umfasst insbesondere:
- Hosting
- Speicherung von Website-Daten
- Verarbeitung von Kontaktformularanfragen
- Wartung
- Datensicherung
- Fehleranalyse
- Technischen Support
§ 3 und § 4 AVV – Kategorien betroffener Personen und personenbezogener Daten
Die Verarbeitung kann insbesondere folgende Kategorien betroffener Personen betreffen:
- Websitebesucher
- Interessenten
- Kunden des Verantwortlichen
- Bewerber
- Mitarbeiter des Verantwortlichen
Es können insbesondere folgende Kategorien personenbezogener Daten verarbeitet werden:
- Vor- und Nachname
- E-Mail-Adresse
- Telefonnummer
- Anschrift
- IP-Adresse
- Kommunikationsdaten
- Formularinhalte
- Bewerbungsunterlagen
§ 5 und § 6 AVV – Weisungsgebundenheit und Vertraulichkeit
Der Auftragsverarbeiter verarbeitet personenbezogene Daten ausschließlich auf dokumentierte Weisung des Verantwortlichen.
Der Hauptvertrag sowie dieser Auftragsverarbeitungsvertrag stellen die anfänglichen dokumentierten Weisungen dar. Weitere Weisungen erteilt der Verantwortliche in Textform.
Der Auftragsverarbeiter stellt sicher, dass alle mit der Verarbeitung befassten Personen zur Vertraulichkeit verpflichtet sind.
§ 7 AVV – Technische und organisatorische Maßnahmen
Der Auftragsverarbeiter setzt entsprechend Art. 32 DSGVO insbesondere folgende Maßnahmen ein:
- SSL-/TLS-Verschlüsselung
- Passwortgeschützte Systeme
- Zugriffsbeschränkungen
- Regelmäßige Updates
- Datensicherungen
- Rollen- und Berechtigungskonzepte
- Schutz vor unbefugtem Zugriff
Der Auftragsverarbeiter ist berechtigt, die Maßnahmen fortlaufend dem Stand der Technik anzupassen, sofern das vereinbarte Schutzniveau nicht unterschritten wird.
§ 8 AVV – Unterauftragsverarbeiter
Der Verantwortliche stimmt dem Einsatz folgender Unterauftragsverarbeiter zu:
- Hostinger – Hosting und Serverbetrieb
- Stripe – Zahlungsabwicklung
Der Auftragsverarbeiter ist berechtigt, weitere Unterauftragsverarbeiter einzusetzen oder bestehende zu ersetzen. Er informiert den Verantwortlichen vorab in Textform über beabsichtigte Änderungen. Der Verantwortliche kann der Änderung innerhalb von 14 Tagen aus wichtigem datenschutzrechtlichem Grund widersprechen.
Der Auftragsverarbeiter verpflichtet jeden Unterauftragsverarbeiter zu Datenschutzpflichten, die den Pflichten dieses Vertrags entsprechen.
§ 9 AVV – Drittlandübermittlung
Erfolgt eine Verarbeitung personenbezogener Daten außerhalb der EU bzw. des EWR, stellt der Auftragsverarbeiter sicher, dass die Voraussetzungen der Art. 44 ff. DSGVO erfüllt sind, insbesondere durch einen Angemessenheitsbeschluss, EU-Standardvertragsklauseln oder eine Zertifizierung des Empfängers, zum Beispiel im Rahmen des EU-U.S. Data Privacy Framework.
§ 10 und § 11 AVV – Unterstützungspflichten und Datenschutzverletzungen
Der Auftragsverarbeiter unterstützt den Verantwortlichen im angemessenen Umfang bei Auskunftsersuchen, Berichtigungsersuchen, Löschungsersuchen, Datenschutz-Folgenabschätzungen sowie Meldungen von Datenschutzverletzungen.
Der Auftragsverarbeiter informiert den Verantwortlichen unverzüglich über bekannt gewordene Verletzungen des Schutzes personenbezogener Daten.
§ 12 und § 13 AVV – Kontrollrechte, Datenlöschung und Rückgabe
Der Verantwortliche ist berechtigt, die Einhaltung dieses Vertrags in angemessenem Umfang zu überprüfen. Die Kontrolle hat unter Berücksichtigung der Geschäftsgeheimnisse des Auftragsverarbeiters und nach angemessener Vorankündigung zu erfolgen.
Nach Beendigung des Hauptvertrags erhält der Verantwortliche auf Wunsch innerhalb von 30 Tagen eine Kopie der von ihm bereitgestellten Inhalte und Daten.
Nach Ablauf dieser Frist ist der Auftragsverarbeiter berechtigt, sämtliche Daten einschließlich Sicherungskopien zu löschen, sofern keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten bestehen. Der Verantwortliche ist verpflichtet, erforderliche Datensicherungen rechtzeitig anzufordern.
Ein Anspruch auf Herausgabe von Quellcode, Entwicklungsdateien oder internen Systemkomponenten besteht nicht.
§ 14 AVV – Schlussbestimmungen
Änderungen und Ergänzungen dieses Vertrags bedürfen der Textform.
Sollte eine Bestimmung dieses Vertrags unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Es gilt deutsches Recht.